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3. September 2019

Kreisverband der Grünen kritisiert die Kürzung der Busfahrpläne

Abgelegt unter: Pressemitteilung

Der ÖPNV hat innerhalb der vergangenen 12 Monate für Aufsehen gesorgt. Das mögliche Ende der Nachtbusse durch den Wegfall eines privaten Sponsors konnte in letzter Minute verhindert werden, in Siegen sind jedoch in den letzten Wochen und Monaten eine große Anzahl an Busfahrten kurzfristig ausgefallen, was zu erheblichem Unmut in der Bevölkerung beigetragen hat. Die Gründe für die Ausfälle wurden zu Anfangs nicht genannt. Der Engpass an vorhandenen Busfahrer*innen zusammen mit der unzureichenden Bezahlung dürfte einen starken Anteil daran haben.

Das im Wahlkampf von Herrn Landrat Müller ausgerufene Ziel, den ÖPNV zu stärken, ist mit der Ankündigung der neuen Fahrpläne der VWS zunichtegemacht worden. Die Einigung auf eine Verkürzung des Fahrplans ist ein klares Zeichen gegen die Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs. Dies ist weder im Sinne der Busfahrer*innen, deren Arbeitsbedingungen weiterhin prekär sind, noch im Sinne der Umwelt, denn die Luftverschmutzung durch die hohe Anzahl an PKWs bleibt weiterhin bestehen. Die Hoffnungen, Straßen zu entlasten und den Nahverkehr zu bündeln, sind damit vorerst verworfen. Anstatt die Arbeitsbedingungen für Busfahrer*innen zu verbessern und für eine ausreichende Personaldecke zu sorgen, wird hier auf eine Verschlechterung der Situation gesetzt. Dies ist keine Lösung für das Problem, sondern die Grundlage eines Weiteren. Die Neuordnung des Fahrplans wurde ohne Beteiligung von Stadt und Bürger*innen beschlossen, die eine Ausweitung im Vorfeld gefordert hatten.

Wir als Grüner Kreisverband Siegen-Wittgenstein setzen uns für eine höhere Taktung des öffentlichen Nahverkehrs sowie bessere Arbeitsbedingungen für Busfahrer*innen und die Beteiligung der Bürger*innen bei der Aufstellung des Fahrplans ein. Wir hoffen, dass Herr Müller zur Besinnung kommt und sich diesem Problem noch einmal annimmt.