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Grüne Wahlzeitung

Atomausstieg selber machen

Alles zur Wahl

Atomausstieg selber machen

Johannes Remmel



www.johannes-remmel.de

Bündnis 90/Die Grünen
im Hause des Landtags NRW
Platz des Landtags 1
40221 Düsseldorf

Tel. 0211/884-27 37
Fax 0211/884-35 25
Mail Johannes.Remmel(at)landtag.nrw.de

Bewerbungrede zur Kandidatur um Platz 4 der Landesliste auf der Landesdelegiertenkonferenz am 30. März 2012

Liebe Freundinnen und Freunde,

Zukunft ist jetzt! Das war die Ansage 2010.

In der Landesregierung: fünf Jahre schwarz-gelber Dornröschenschlaf!
Und unser Land Land: Das war unter die „Räuber“ gefallen!

Wir haben Schluss gemacht mit dem Ausplündern unserer Kommunen.
Wir haben Schluss gemacht mit einer Schulpolitik von vorgestern.
Wir haben Schluss gemacht mit "Privat vor Staat“.
Und wir haben Schluss gemacht mit dem Blindflug im Umwelt- und Klimaschutz!

Liebe Freundinnen und Freunde,

wir waren ja vorher niemals in einem Trainingslager für Minderheitsregierungen.
Und trotzdem, vom ersten Tag an: ein starkes Team, stark im Sturm und stark im Mannschaftsspiel.
Da passte einfach alles zusammen: Landesvorstand, Kreisverbände, Fraktion, Ministerinnen und Minister und besonders Ihr alle, unsere Partei! Mit Herz und Hand und vor allem mit Leidenschaft bei der Sache! Ein super Zusammenspiel! Eine super Gemeinschaftsleistung! Genau so muss das sein. Genau das macht den Unterschied!

Die Zwischenbilanz spricht für sich:

  • Stärkungspakt für die Kommunen!
  • Schulkonsens!
  • Studiengebühren in die Mottenkiste!
  • Leinen los für mehr Windenergie im Land!
  • Und Auftakt für das bundesweit erste Klimaschutzgesetz!

Selbstlob stinkt eigentlich. Oder? Nein! Tut es nicht! Keine falsche Bescheidenheit! Wir sind auf gleicher Augenhöhe. Wir machen Tempo. Und wir sind es, die nach vorne spielen.

Genau das macht den Unterschied! Grün macht den Unterschied!


Liebe Freundinnen und Freunde,

die Tür steht weit auf. Wir wollen und wir können noch mehr! Festes Fundament – klare Haltung – Werte und Orientierung – eben ein gemeinsamer grüner Pfad! Und der heißt: Nachhaltigkeit.   
Das genau ist unsere Stärke, wenn wir für NRW Antworten auf die großen Herausforderungen unserer Zeit geben:

  • globaler Klimawandel – unsere Antwort: Klimaschutz made in NRW!
  • wachsende Weltbevölkerung und Ressourcenknappheit –unsere Antwort: Umweltwirtschaft als Jobmotor und die Landwirtschaft mehr regional, mehr bio und klar umwelt- und tiergerecht!
  • Verlust der Artenvielfalt –unsere Antwort: Tiere und Pflanzen brauchen Platz! Stopp dem Flächenverbrauch! Mehr Wildnis wagen! Und endlich ein zweiter Nationalpark in Nordrhein-Westfalen!  

Unsere Antworten sind nicht angepasst und sie provozieren Widerspruch – eben knallgrün:
Genau das ist der Unterschied!

Ob Agrarwende, ob Klimaschutz oder Energiewende – der Weg der Nachhaltigkeit ist kein Sonntagsspaziergang. Und da kämpfen wir gegen verkrustete Strukturen und mächtige Interessen!
Aber wir sind eindeutig und entschieden:Ja, es gibt einen erbarmungslosen Wettbewerb mit unwürdigen Auswüchsen: Abfallberge aus Lebensmitteln, Schnäppchenfleisch als Ramschware, und Hähnchen, die mit Antibiotika vollgepumpt werden. Aber wir setzen auf mündige und bewusste Verbraucherinnen und Verbraucher, die sich nicht mit Massenware abspeisen lassen, sondern gerade bei Lebensmitteln mehr Wertschätzung einfordern und selber auch umsetzen/leben wollen.

  • Ja, die Strukturen und Agenten der Atom- und Kohlekonzerne sind immer noch schwer aktiv. Die reden zur Zeit zwar nicht offen über Atomenergie, aber umso dreister werden neue Kohlekraftwerke gefordert! Dagegen setzen wir auf die vielen Bürgerinnen und Bürger, Städte und Gemeinden, kleineren und mittleren Unternehmen: Denn sie geben der Energiewende ein Gesicht!

Liebe Freundinnen und Freunde,

Es geht doch gar nicht um den scheinbaren Widerspruch zwischen Ökonomie und Ökologie. Das ist konstruiert! Es geht schlicht um zwei unterschiedliche Vorstellungen von Industrie- und Wirtschaftspolitik! Und wir haben uns gerade hier längst und eindeutig entschieden!

Technologische Innovationen, gesellschaftliche Aufbrüche und Veränderungen und industrielle Sprünge haben immer etwas zu tun mit kleinen, mit flexiblen, mit kreativen und dezentralen Strukturen. Die großen Apparate sind zu schwerfällig, die Institutionen zu träge, die Konzerne zu fett. Deshalb setzen wir auf die Kleinen und Mittleren Unternehmen,  auf die Kommunen und die Stadtwerke. Wir setzen auf die Handwerkerinnen und Handwerker, die Mittelständlerinnen, die die Efffizienzrevolution vorantreiben, die Gemeinden und Kreise, die Klimaschutzkonzepte auf den Weg bringen und bis 2050 energieautark sein wollen. Energiewende heißt doch: weg von den Konzernen! Nach langer Zeit gibt es endlich wieder neue Wertschöpfung vor Ort. Das heißt: neue Spielräume und neue Perspektiven!


Liebe Freundinnen und Freunde,

was für eine schöne Zahl: 20 Prozent Erneuerbare im Netz in  2011! Ohne die wäre der Atomausstieg gar nicht möglich. Das ist unsere Energiewende. Seit mehr als 30 Jahren.
Da kommen wir her. Das können wir. Das ist der Kern grüner Politik. Da liegt unsere Zukunft.

Genau das macht den Unterschied!

Und natürlich ist das Leben, zumal das politische, immer konkret, Herr Röttgen!
Wo ist er denn, Ihr Beitrag zur Energiewende? Gemeinschaftswerk: Fehlanzeige!
Masterplan: verschlafen! Klimaschutzgesetz: ausgebremst ! Sonnenenergie: ausgeknipst!
Energieeffizienz: zur europäischen Lachnummer geworden!

Herr Röttgen, wer in Berlin selbst vor dem niedlichen Herrn Rösler in die Knie geht, hat in NRW nichts zu suchen. Denn hier geht es um harte Auseinandersetzungen. Hier bei uns wird der Kampf um die Energiewende entschieden!


Liebe Freundinnen und Freunde,

die Vetospieler scharren doch schon mit den Hufen. Sie rufen Monitoring und meinen in Wahrheit: Atomausstieg überprüfen! Dazu die Erblast aus Braun- und Steinkohle. Deshalb wird NRW zum Lackmustest für die Energiewende. Wenn nicht hier, wo denn sonst?

Aber:  Aufgepasst! Dran bleiben. Nicht locker lassen! Wir dürfen nicht zulassen, dass Nordrhein-.Westfalen zu einem staubigen Industriemuseum wird. Wir haben alle Chancen, unser Land zu einer quicklebendigen Zukunftswerkstatt zu machen.


Liebe Freundinnen und Freunde,

vor knapp zwei Jahren haben wir in Nordrhein-Westfalen das Tor in eine andere Zukunft weit aufgemacht! Lasst uns um diese Zukunft kämpfen! Lasst uns gemeinsam kämpfen!

Dafür bitte ich um Euer Vertrauen.


Johannes Remmel wurde mit 87,7 Prozent der Delegiertenstimmen gewählt.





Schriftliche Bewerbung zur Listenwahl

Liebe Freundinnen und Freunde,

im Mai 2010 haben wir von den Menschen in Nordrhein-Westfalen den Auftrag zur ökologisch-industriellen Modernisierung unseres Landes erhalten. Für mich und mein Aufgabenfeld   konzentriert sich dieser Auftrag in fünf Herausforderungen:

  • globaler Klimawandel – unsere Antwort: Klimaschutz "made in NRW"!
  • Bedrohung der Artenvielfalt – unsere Antwort: Schutz unseres wertvollen Naturerbes!
  • wachsende Weltbevölkerung – unsere Antwort: gerechte Verteilung und Wertschätzung unserer Mittel zum Leben!
  • zunehmende Ressourcenknappheit – unsere Antwort: Ressourcenschonung und Effizienz!
  • Globaler Wettbewerb - unsere Antwort: NRW als Industrie- und Klimaschutzland Nr. 1 in Deutschland und Europa!

Klar ist: Ohne uns Grüne gäbe es keine Energiewende! Seit mehr als 30 Jahren arbeiten wir an einem neuen Energiezeitalter, aus ökologischer Verantwortung und ökonomischer Vernunft. Beschleunigte Energiewende und Klimaschutz - das sind zwei Seiten einer Medaille. Beide schaffen neue Märkte, neue Arbeitsplätze und bessere Bedingungen im globalen Wettbewerb.

Energie ist ein anderes Wort für Zukunft. Wir Grüne stehen für diese Zukunft ein und treiben sie voran. Wir haben viel geschafft in den zurückliegenden  zwei Jahren. Doch es gibt noch viel zu tun! Die Richtung stimmt. Aber auf dem Weg unseres Landes zum ökologischen und ökonomischen Vorreiter in Deutschland und Europa brauchen wir weitere kraftvolle Weichenstellungen.

Ich meine: Im Jahr Zwanzig nach Rio ist es Zeit für eine neue Nachhaltigkeitsoffensive!  Nachhaltigkeit ist die Brücke, über die alle gesellschaftlichen Kräfte sich in einem großen Gemeinschaftswerk für die Zukunft unseres Landes miteinander verbinden können. An dieser Gemeinschaftsaufgabe will ich weiterhin mit ganzer Kraft arbeiten.

Deshalb bitte ich um Euer Vertrauen!

Euer Johannes Remmel




Zur Person

Geboren am 25. Mai 1962 in Siegen; verheiratet, zwei Kinder.

  • Juli 2010 Minister für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen
  • 2000  bis 2010 parlamentarischer Geschäftsführer der GRÜNEN im Landtag NRW.
  •  1997 bis 2000 Vorsitzender der Enquete-Kommission im Landtag NRW “Zukunft der Mobilität”
  • 1995 bis 2000 tourismuspolitischer Sprecher, 1999 bis 2000 auch finanzpolitischer Sprecher, seit 1997 umweltpolitischer Sprecher
  • Seit 1995 Mitglied der Landtagsfraktion NRW der GRÜNEN
  • Mitglied der Partei DIE GRÜNEN (ab 1993 BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) seit 1983
  • 1989 bis 1995 Mitglied im Rat der Stadt Siegen, Vorsitzender im Ausschuss für Umwelt, Landschaftspflege und Energie
  • 1984 bis 1989 Sachkundiger Bürger im Schul- und Verkehrsausschuss des Rates der Stadt Siegen
  •  1994 bis 1995 Delegierter der Landesdelegiertenkonferenz
  • 1990 bis 1995 Delegierter der Bundesdelegiertenkonferenz
  • 1991 bis 1993 Sprecher des Kreisverbandes Siegen-Wittgenstein
  • 1987 bis 1988 Mitglied des Vorstandes des Stadtverbandes Siegen
  • 1987 bis 1988 Vorsitzender des allgemeinen Studentenausschusses der Uni-GH Siegen
  •  Mitglied der Partei DIE GRÜNEN (ab 1993 BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) seit 1983
  • 1992 bis 1995 verschiedene Lehrtätigkeiten “Deutsch als Fremdsprache”
  • 1988/1989 Hausmann; 1989 bis 1995 verschiedene publizistische Tätigkeiten
  • 1988 bis 1995 Fraktionsgeschäftsführer BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Rat der Stadt Siegen
  • ab 1981 Lehramtstudium (Sek.I und Sek.II) Geschichte, kath. Theologie, Sport
  • Abitur 1981